Archiv der Kategorie: Meinungen zum EEG

Ein Erfolg der Bürgerinitiativen

Im Koalitionsvertrag für NRW 2017 – 2022 wurde von CDU und FDP bezüglich Windkraft Folgendes fixiert:

Windenergie 

Der massive Ausbau der Windenergie stößt in weiten Teilen des Landes auf zunehmende Vorbehalte in der Bevölkerung. Wir wollen die Akzeptanz für die Nutzung der Windenergieanlagen erhalten. Dazu werden wir unter Berücksichtigung von Rechtssicherheit und Vertrauensschutz folgende Änderungen vornehmen:

  • Wir gehen davon aus, dass bei Neuanlagen eine Abstandsregelung von 1.500 Meter zu reinen und allgemeinen Wohngebieten rechtssicher umsetzbar ist. Wir wollen den rechtlichen Rahmen voll ausschöpfen.
  • Wir stärken die kommunale Entscheidungskompetenz.
  • Die Verpflichtung im Landesentwicklungsplan zur Ausweisung von Windvorrangzonen wird ebenso wie die Privilegierung der Windenergieerzeugung im Wald aufgehoben.
  • Die bedarfsgerechte Befeuerung von Neuanlagen und mit Übergangsfrist auch für Altanlagen soll für Windenergieanlagenbetreiber verpflichtend werden.
  • Um die Zahl neuer Anlagen zu beschränken und die Zahl von Altanlagen abzubauen, wollen wir an durch Windkraft geprägten Standorten Repowering ermöglichen.
  • Auf Bundesebene verfolgen wir konsequent die Abschaffung der baurechtlichen Privilegierung von Windenergieanlagen. Der Bestands- und Eigentumsschutz bin- det uns für bestehende Altanlagen auch nach Ablauf der Typengenehmigung und umfasst auch die bis heute in der Ausschreibungsförderung nach EEG bezuschlagten Anlagen.
  • Der Windenergieerlass wird im vorgenannten Sinne überarbeitet, um den angemessenen Anwohner-, Landschafts- und Naturschutz sicherzustellen.Die Windpotenzialstudien NRW werden wir zu immissionsschutz-, erdbebensicherheits- und naturschutzbezogenen Planungsgrundlagen für Windstandorte in Nordrhein-Westfalen weiterentwickeln und diskriminierungsfrei zur Verfügung stellen, um insbesondere für Bürgerenergieprojekte die Umstellung der EEG-Förderung auf Ausschreibungsverfahren zu erleichtern.

Energiewende mit Windkraft? Am Samstag, dem 3. Dezember 2016

In diesen Tagen wird wieder einmal deutlich, wie unehrlich die ganze Diskussion der Energiewende abläuft. Würden wir – wie vielfach gefordert – die Kohlekraftwerke abschalten, könnten wir uns in den Wohnungen bei Kerzenschein am Leben halten.

tatsaechliche-stromproduktion

Quelle: www.eex-transparency.com
Gelb ist der Beitrag der Fotovoltaik verzeichnet, die nächsten kleinen Striche zeigen den Anteil der Onshore- und Offshore-Windproduktion. Die großen Balken stehen für die konventionelle Erzeugung. Der Beitrag von Wind und Sonne um 15.00 h ist nicht darstellbar.

Auch eine Verdoppelung oder Vervierfachung der regenerativen Erzeuger erlaubt nicht die Abschaltung der konventionellen Kraftwerke.

Im Übrigen ist der deutsche Beitrag zum Klimaschutz praktisch Null, da durch die freiwerdenden CO2-Zertifikate in den anderen europäischen Ländern alte Kraftwerke weiterbetrieben werden. Der CO2-Ausstoß der EU ist von 2014 auf 2015 gestiegen, dazu trägt auch Deutschland bei.

co2-emission

„Fordert die Energiewende die falschen Opfer?“

2015_11_07 NW Fordert die Energiewende die falschen Opfer

Dazu ein Kommentar:
Über die Vereinfachung der Welt aus Gründen der besseren Verdauung

Der Ortsteil Paderborn-Dahl hat ein schwerwiegendes oder eigentlich ein „himmelragendes“ Problem: Dahl ist von Windriesen zugebaut, Ende nicht absehbar, weder in der Fläche noch in der Höhe. Der Grund: „Dahl hat zu viele Professoren und zu geizige Bauern“, so eine Äußerung von Johannes Lackmann, zu lesen in der „Neuen Westfälischen“ vom 7. 11. 2015. Weiterlesen