Archiv der Kategorie: Meinungen zum EEG

Energiewende mit Windkraft? Am Samstag, dem 3. Dezember 2016

In diesen Tagen wird wieder einmal deutlich, wie unehrlich die ganze Diskussion der Energiewende abläuft. Würden wir – wie vielfach gefordert – die Kohlekraftwerke abschalten, könnten wir uns in den Wohnungen bei Kerzenschein am Leben halten.

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Quelle: www.eex-transparency.com
Gelb ist der Beitrag der Fotovoltaik verzeichnet, die nächsten kleinen Striche zeigen den Anteil der Onshore- und Offshore-Windproduktion. Die großen Balken stehen für die konventionelle Erzeugung. Der Beitrag von Wind und Sonne um 15.00 h ist nicht darstellbar.

Auch eine Verdoppelung oder Vervierfachung der regenerativen Erzeuger erlaubt nicht die Abschaltung der konventionellen Kraftwerke.

Im Übrigen ist der deutsche Beitrag zum Klimaschutz praktisch Null, da durch die freiwerdenden CO2-Zertifikate in den anderen europäischen Ländern alte Kraftwerke weiterbetrieben werden. Der CO2-Ausstoß der EU ist von 2014 auf 2015 gestiegen, dazu trägt auch Deutschland bei.

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“Fordert die Energiewende die falschen Opfer?”

2015_11_07 NW Fordert die Energiewende die falschen Opfer

Dazu ein Kommentar:
Über die Vereinfachung der Welt aus Gründen der besseren Verdauung

Der Ortsteil Paderborn-Dahl hat ein schwerwiegendes oder eigentlich ein „himmelragendes“ Problem: Dahl ist von Windriesen zugebaut, Ende nicht absehbar, weder in der Fläche noch in der Höhe. Der Grund: „Dahl hat zu viele Professoren und zu geizige Bauern“, so eine Äußerung von Johannes Lackmann, zu lesen in der „Neuen Westfälischen“ vom 7. 11. 2015. Weiterlesen

Windenergie-Bilanz der letzten vier Jahre

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Es war abzusehen, die Energie-Bilanz würde vernichtend ausfallen – und sie fällt vernichtend aus. Die Politik der Energiewende wird vom Winde verweht. Gleichwohl werden (auch vom Kreis Paderborn) weitere Windenergieanlagen allerorten genehmigt.  Ist’s Unkenntnis oder absichtliche Blindheit? Der folgende Beitrag wurde von der “Bundesinitiative Vernunftkraft” veröffentlicht.

Viermal vier Jahreszeiten – eine Bildgeschichte”

Weitere Informationen finden Sie unter  < www.vernunftkraft.de >

SuedLink-Stromtrasse: Zum aktuellen Streit

Der Ausbau des Stromversorgungsnetzes ist dringend erforderlich, um die durch die vielen Windkraftanlagen produzierte Energie bedarfsgerecht zu verteilen und eine größere Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Nun aber steht neuer Streit steht ins Haus. Der Kreis Paderborn darf sich zwar ständig selbst loben ob seiner Führungsrolle beim Ausbau der Windkraftanlagen und der Windindustriegebiete – und Dahl kann dazu ein „Lied in Moll“ singen. Aber jetzt auch noch eine Stromtrasse?
Beim Kreis bricht nun das argumentative Chaos aus. Landrat Manfred Müller und sein Umweltamt wollen jetzt gegen die zusätzliche Belastung durch eine Stromtrasse kämpfen! Die dazu erstellte Verwaltungsvorlage des Kreises ist lesenswert (insbesondere der Punkt 4):

Verwaltungsvorlage Kreis PB vom 31.3.2015

Welch eine Kette von guten Argumenten in Sorge um den Schutz der Landschaft und der anwohnenden Bevölkerung! Die gegen den Bau der Stromtrasse mit 70 bis 80 m hohen Strommasten ins Feld geführt werden, die aber offenbar nicht gegen die Errichtung von 200 m hohen Windtürmen sprechen, denn diese sollen weiter gebaut werden! Aber wer A sagt (zum Ausbau der Windindustrie), muss auch B sagen (zum Ausbau der Stromtrassen). Oder noch besser: Bevor B nicht geklärt ist, sollte man von A die Finger lassen! Der Leserbrief von Wigbert Mertens bringt es auf den Punkt.

Wer A sagt muss auch B sagen_Leserbrief (WV vom 14.4.2015)

Bleibt nachzutragen: Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Paderborn haben sich auf der Sitzung am 22. 4. 2015 der Argumentation des Kreises einstimmig angeschlossen.

“Schmutziger Irrtum” – Ein Beitrag in DIE ZEIT (Nr. 50)

Kein Zweifel, sorgfältige Recherchen zeichnen die Wochenzeitung DIE ZEIT aus, weshalb sie sich gut als Ergänzung zur Lokalpresse eignet. Die aktuelle ZEIT-Ausgabe Nr. 50 setzt sich z. B. mit dem „Schmutzigen Irrtum“ der deutschen Energiewende auseinander: Punkt für Punkt – Ökostrom, Gas, Kohle – Argument gegen Argument. Klargelegt wird der Zusammenhang von hochsubventionierter Wind- und Solarenergieproduktion einerseits und einer nicht dazu „passenden“ Infrastruktur von Kohle- und Gaskraftwerken andererseits. Die Konsequenzen: „Die gewaltigen Überschüsse an Ökostrom, die in sonnigen und windreichen Stunden in Deutschland auftreten“, müssen als „Energiemüll“ ins Ausland verscherbelt werden, und gelegentlich müssen wir sogar noch dafür bezahlen (nämlich den sogenannten „negativen Strompreis“), dass der deutsche Überschuss von den anderen abgenommen wird. Zugleich rücken die Klimaschutzziele in weite Ferne, weil der CO 2-Ausstoß bei der in Deutschland vorhandenen Kraftwerkinfrastruktur immer weiter ansteigt. Weiterlesen